Tyc

Krieger

Description:

Tyc sieht sehr hässlich aus. Zum einen ist er wie viele Krieger über und über mit Narben bestückt, zum anderen wurde sein Gesicht von einem Puma zerfleischt. Für einen Menschen ist er sehr klein, da er nur 1.60 groß ist. Seine markenzeichen sind sein Turmschild (der ganze 40cm größer ist als er selbst) und seine Plattenrüstung. Beides legt er nur äußerst selten und nur ungern ab.

Bio:

Tyc ist der Sohn von Iano Ratarion und Varka. Iano Ratarion war ein Cheliaxianischer Händler niedrigen Ranges. Varka war eine kellidische Söldnerin, die ihr barbarisches Heimatland hinter sich gelassen hatte.

Es gibt nicht wenige Kelliden die ihre Stämme verlassen, und an die Nordgrenze von Cheliax ziehen. Schon von klein auf hatte Varka eine Drang zu Reisen und neue Orte zu erforschen. Als sie endlich erwachsen wurde, verließ sie ihren Stamm und machte sich, wie auch einige andere ihres Stammes auf den Weg nach Cheliax um dort einmal die Zivilisation zu sehen. Sie reiste dabei über Belkzens Boden, das Heimatgebiet der Orks, mit denen die Kelliden schon lange im Streit liegen. Sie hielt sich zwar an der Grenze zu Varisia, aber sie und ihre Stammesbrüder/Schwestern nutzen jede Gelegenheit die sie bekamen, um Orks zu erlegen. Als sie in Cheliax ankam lernte sie schnell, dass Zivilisation auch eine Einschränkung des Jagdrechts bedeutete und so war sie gezwungen sich ihren Unterhalt irgendwie zu verdienen. Sie fand eine Anstellung als Söldnerin beim Aspis-Konsortium, der größten Handelsgesellschaft der inneren See.

Iano Ratarion war schon wie sein Vater vor ihm, und dessen Vater vor ihm ein Händler, im Auftrag des Aspsis-Konsortiums. Er war zwar kein Mitglied oder Agent, des Konsortiums, aber aufgrund der Verlässlichkeit seiner Familie wurde, ihr Vertrag mit dem Konsortium fast vererbt. Iano war ein Anhänger der Göttin Pharasma, da das in seiner Familie seit ewigkeiten Tradition war. Obwohl sie keine Adelsfamilie war, war der Familie Ratarion ihre Traditionen schon immer sehr wichtig. Das änderte sich auch nicht, als das Haus Thrune in Cheliax an die Macht kam, und seine Herrschaft mit ihren infernalischen Verbündeten sicherte. Da die Herrscher von Cheliax die Anbetung anderer Götter, als Asmodeus untersagt haben, verehrte Ianos Familie Pharasma nur heimlich.

Durch Zufall trafen Iano Ratarion und Varka sich, da sie bei der selben Karawane arbeiteten. Zuerst mochten sie sich überhaupt nicht. Iano konnte die barabarische Kellidin nicht leiden, und Varka hatte nichts für einen chelixanischen Schwächling übrig. Eines Tages jedoch machte die Karwane den Fehler in der nähe eines alten Schlachtfeldes zu rasten. In der Nacht, wurden sie von Untoten angegriffen. Diese bestand größtenteils aus klapprigen Skeletten und hungrigen Guhlen. Während des Kampfes wurden die beiden vom Rest der Karawane abgeschnitten. Nur zu zweit mussten sie sich auf einander verlassen um zu Überleben. Varka verteidigte sich mit einem Breitschwert, während Iano auf seine geringen priesterlichen Kräfte zurückgriff. Diese Nacht hatte die beiden für immer verändert. Sie verliebten sich und bekamen ein Kind.

Dieses Kind wurde in Cheliax geboren, und bekam den Namen Tyc. Nach kellidische Tradition ein kurzer harter Name, ohne einen Nachnamen. Tyc war schon in jungen Jahren vom Kämpfen ganz fasziniert. Gespannt lauschte er wenn die Krieger am Lager ihre Geschichten zum besten gaben. Das kam sehr zum Verdruss seines Vaters, der wollte das er die Familientraditionen weiterführte. Zumindest so dachte Iano, konnte er dem Jungen seinen glauben mitgeben. Tatsächlich entwickelte Tyc einen gesunden Respekt vor den Göttern und betete hin und wieder zu Pharasma. Ihm war es am liebsten wenn sich die Götter nicht in die Angelegenheiten der sterblichen einmischten. Von seiner Mutter und einigen anderen Söldnern lernte Tyc mit der Zeit auch auch das Kriegshandwerk, während er durch das beobachten seines Vaters etwas besser darin wurde Lügner zu durchschauen.

Die Karawane rotierte innerhalb Cheliax und belieferte verschiedene Städte innerhalb von Nidal und Isger. Als Tyc gerade mal Sechzehn geworden war, hatte er einen heftigen Streit mit seinem Vater. Dieser trug ihm an, da er nun erwachsen war, soll er das Familiengeschäft übernehmen. Er wollte aber lieber seiner Mutter nacheifern, Söldner werden, Ruhm im Kampf erlagen. Bisher hatte er zwar seinem Vater ausgeholfen, und das ein oder andere Scharmützel mit Goblins erlebt, aber noch keinen richtigen Kampf. Auf dem Weg nach Nisroch, geriet die Karawane in einen Hinterhalt. Die Karawane wurde von Orks angegriffen.

Ein besonders dämlicher Orkstamm hatte sich während des letzten großen Zuges der Orks gegen Finismur gewaltig verirrt. Sie hatten versucht eine Abkürzung über die Schattenlande nach Finismur zu nehmen, um den Menschen dort in den Rücken fallen zu können. Nicht nur das die Orks in den Schattenlanden viele Leute verloren, sie verirrten sich hoffnungslos und kamen in Nidal wieder an die Oberfläche. Um nicht noch einmal durch die Schattenlande zu müssen oder es mit dem Irrsinnsbergen zu versuchen, entschloss sich dieser Stamm in Nidal zu bleiben.

Eigentlich waren Karawanen des Aspis-Konsoriums gut genug ausgestattet um mit den meisten Bedrohungen fertig zu werden. Doch auf einen ganzen Stamm hungriger verzweifelter Orks, die soeben den Schattenlanden entkommen war, hatten sie nichts entgegen zu setzen.

Die Orks vernichteten die Karawane. Während des Kampfes bekam Tyc mit einem Streitkolben einen schlag auf den Kopf, der ihn bewusstlos werden ließ. Als er erwachte fand er seine Familie und alle seine Freunde tot und die Karawane geplündert. Unter tränen, die mehr von Seelenschmerz, als von seinen Wunden kam, schleppt er sich nach Nisroch. Als er dort wieder gesund gepflegt wurde, berichtete er von dem was der Karawane passiert war. Das Aspis-Konsortium, entließ ihn sofort aus der Pflege nachdem er wieder genesen war, und kündigte ihm auch seinen Vertrag. Ihm würde zwar keine Schuld an dem Vorfall gegeben, aber man könne nicht zulassen das er mögliche andere Vertragsnehmer mit seiner Geschichte „demoralisiere“. So etwas wurde ihm zumindest mitgeteilt. Da bis auf seine Kleider, all seine Sachen von den Orks geplündert worden waren, war er nun mittellos und zog durch die Straßen auf der suche nach Arbeit.

Käpt´n Grol hatte Mitleid mit Tyc, als sich dieser bei ihm bewarb. Grol stellte ihn als zusätzlichen Wachsoldaten an, auf seinem Schiff der betrunkenen Lady an. So arbeitete Tyc eine Zeit lang als Seesoldat. Des öfteren kam es zu Kämpfen mit Piraten und Tyc hatte Schwierigkeit sich an das neue Element zu gewöhnen. Er fuhr gerade mal ein paar Monate zur See, als sein Schiff dann in einem heftigen Sturm sank. Das Gefühl fast zu ertrinken, während ihn seine schweres Kettenhemd unweigerlich nach unten zog gehörte zu den schrecklichsten Erlebnissen in seinem bis dahin jungen Leben. Tyc weiß selbst nicht wie er überlebt hatte. Er fand sich am nächsten Morgen an der cheliaxanischen Küste angespült, ohne sein Kettenhemd, aber mit seinem Geldbeutel. Er hatte keine Ahnung wer oder was ihn gerettet hatte, aber er war überaus dankbar dafür am Leben zu sein.

In der nächsten Stadt, stattete er sich wieder aus und suchte wieder nach Söldnerarbeit. Nur diesmal schwor er sich, so weit vom Meer weg zu bleiben wie nur möglich. Er schloss schließlich einen Vertrag mit dem Zauberer Ragan ab, diesem als Leibwächter zu dienen. Auf dem Papier stand Leibwächter, in Wirklichkeit war er aber ein Laufbursche. Ragan war ein,… sehr obskurer Dienstherr, der durch die halbe Innere See zog, immer auf der Suche nach irgendeiner Reagenzie oder nach einer magischen Kreatur, oder nach einem Artefakt. Ein weiterer Diener von Ragan war ein Cacodaemon, der sich selbst den Namen Asmodeus gegeben hatte. Durch diese Namensgebung spottete „Asmodeus“ auf die Teufel und ihren Herrscher. „Asmodeus“ hielt dies für ungeheuer intelligent und einfallsreich. Ragan hatte immer wieder die gefährlichsten, nervigsten und bescheuertsten Aufgaben für die beiden. (Besorgt mir xy aus dem alten Grab da! Schält meine Kartoffeln! Schaut grimmig! So und jetzt spielt Ehrenwachen bei dem Festmahl! Nein, nein nein, ihr müsst dem Vogel die Socken quadratisch von längsseits anziehen!)

Tyc war durch seinen Vertrag gebunden (Er hätte das kleingedruckte lesen sollen.) und Asmodeus durch Magie. Mit der Zeit entwickelte sich so etwas wie gegenseitiger Respekt für einander, auch wenn es wohl etwas zu viel wäre dies als Freundschaft zu bezeichnen. Abgesehen davon, welcher Daemon ist schon zu Freundschaft fähig? Damit sich „Asmodeus“ nicht immer der niederen Menschlichen Sprache bedienen musste, brachte er Tyc Daemon. Tyc bereitete es große Freude die Sprache zu lernen, und nun Fluchen zu können, ohne das ihn jemand verstand. Ragan traf sich mit einem anderen Magier um mit diesen über den Kauf eines mächtigen Artefaktes zu verhandeln. Die beiden fingen an sich zu streiten und der Streit,… geriet außer Kontrolle. Er endete damit, dass Tyc von einem Puma fast getötet, der andere Magier zu Asche zerblasen, und Ragans Seele von „Asmodeus“ gefressen wurde. Es sah für Tyc zumindest so aus als hätte er sie gefressen, in Wirklichkeit hatte Ragans Magie, mit seinem Tod bewirkt, dass „Asmodeus“ sich nun langsam in einen Venedaemon verwandelte. Nach diesem magischen Spektakel hatte Tyc fürs erste genug von Magie. Er gab kräftig Fersengeld. Der Puma hatte Tyc während des Kampfes das Gesicht zerfleischt, er war zwar vorher schon hässlich aber mit seinem neuen Gesicht wirkte er fast wie ein Untoter. Er reiste nach Finismur und verteidigte dort die grenze gegen Orks. Ehrliche Gegner mit ehrlichem Stahl, war eine erholsame Abwechslung von all der Magie. Es war auch dort, dass er Turmschilde zu schätzen lernte, da sie ihm in der Schlacht oft das Leben retteten.

Er hatte zwar nichts für die Religion der Finismurer übrig, aber sie zahlten gut. Irgendwann konnte Tyc das endlose selbstgerechte Geschwafel der Paladine und Kleriker nicht mehr länger ertragen! Er gab seine Stellung auf, und reiste nach Varisia. Er hatte gehört, das das Land viele Möglichkeiten bot, und wollte sich als Abenteurer versuchen.

In Varisia jedoch hatte er einen Traum, einen Traum so intensiv wie er ihn noch nie gespürt hatte. Er träumte von Pharasma die von ihm verlangte, dass er einem Steinmann und einem Rattenmann helfe,welche er in Kaer Maga finde. Tyc hielt es für das klügste zu tun was sie sagte, vor allem da er ihre Präsenz so deutlich spürte.

Tyc ist fest davon überzeugt das die Göttin zu ihm gesprochen hat. Aber hat sie das wirklich? Vielleicht hat sich ja nur ein trickreicher Fey, oder eine andere Kreatur im dunkel der Nacht einen Scherz erlaubt?

Widerwillig machte sich Tyc also auf die Suche nach den beiden.
Im Grunde ist Tyc ein Mensch der sich auf Göttlicher Misson glaubt, daher betet er gelegentlich wobei seine Gebete eher Beschwerden sind.

Tycs kleine Hass-Liste:
Orks!
Tiefes Wasser (Brr.)
Pumas!
Magie, vor allem Feuerbälle!
Vampire! (Widerliche Parasiten!)
Gedanken vermurkserei Gah!
Bescheuerte Götter die ihren verdammten Arsch nicht hoch bekommen,…
(Pharasma läst uns in viel Scheiße treten, aber ich gebe zu ohne ihre Hilfe wären wir alle längst krepiert)
Mumien, die Intelligenz fressen
Verfluchte Schatten die einem die Kraft wegsaugen.

Tyc

Türmeister Footman